Enttäuschendes Wochenende für die Bizepsvolleys

von Maike Schramm (SSF)

Lina Adams sichert sich die MVP Medaille im Spiel gegen die SnowTrex aus Köln (Foto: A. Ennenbach)

Aus dem vorletzten Spieltagswochenende konnten die Bonnerinnen nur zwei Gewinnsätze, jedoch keine Punkte mitnehmen. Im Derby gegen Köln reichte die Konzentration am Ende nicht, einen weiteren Satz für sich zu entscheiden; am Sonntag dominierten die Dingdener nur knapp in den verlorenen Sätzen. Trotz der Niederlagen wollen die Rheinländerinnen am finalen Spieltag gegen den BBSC Berlin die letzte Chance auf einen positiven Saisonabschluss nutzen. Bis dahin kann die Mannschaft auch wieder auf ihren Chefcoach Sven Anton hoffen, der aufgrund der Quarantänebestimmungen am letzten Wochenende nicht dabei sein konnte. Dafür wurde er Samstag in Köln von Co-Trainer Frank Görlach und am Sonntag unterstützend von Bernd Werscheck vertreten.

Der Start in Köln hätte nicht besser sein können. In vollbesetzter Halle konnten die Bizepsvolleys die Stimmung der Fans auch sich selbst zu Nutze machen. Das Team um Kapitänin Lena Maasewerd startete aggressiv in die ersten Ballwechsel. Zwar schlich man den Kölnerinnen bis zum 17:17 hinterher, konnte aber in entscheidenden Situationen den Abstand verkürzen und besonders in langen Ballwechsel dominieren. In der sonst für die Bonnerinnen herausfordernden Crunchtime wurde Druck in Aufschlag und Block gemacht. Spätere MVP Lina Adams kratzte viele Bälle in der Abwehr und legte damit die Grundlage für einen effektiven Spielaufbau, womit der Satz mit 25:21 beendet werden konnte. Nachdem man in der Hinrunde einen deutlichen Sieg einstecken musste, sicherten sich die Bizepsvolleys aus diesem Satzgewinn viel Selbstbewusstsein für die darauffolgenden Sätze.

Im zweiten Satz gelang der Einstieg zunächst weniger gut; doch durch eine Aufschlagserie von Außenangreiferin Maasewerd überholten die Bizepsvolleys motiviert die Kölnerinnen und zwangen diese bei 4:6in die erste Auszeit. Ab Mitte des Satzes kämpfte sich die Heimmannschaft aber durch aggressive Blocks und besonders Angriffe der späteren MVP Melanie Gosmann wieder heran und dominierte von da an das Spiel. Die Stimmung bei den Gästen sank und kaum mehr konnte aufgrund Schwierigkeiten in Abwehr und Annahme ein bedrohliches Spiel aufgebaut werden (21:25).

In den beiden darauffolgenden Sätzen schien der Siegeswille wie ausgelöscht. Viele Eigenfehler schlichen sich ein und die Aggressivität der gegnerischen Aufschläge zwang die Annahme in die Knie. Trotz vieler Spielerwechsel schafften die Bizepsvolleys es nicht, die Kölnerinnen zu bezwingen, die sich immer weiter mithilfe ihrer Fans in einen Rausch spielten (13:25,12:25).

Eine zweite Chance bot sich den Bonner Volleyballerinnen am Sonntagmittag gegen den Tabellennachbarn Dingden. Nur knapp unterlag man den Gästen in den abgegebenen Sätzen (23:25,25:15,23:25,23:25), während man in dem zweiten Satz deutlich die Führung übernahm und die Gäste mit 15 Punkten aus dem Satz entließ. Dennoch reichte es in den anderen Sätzen nicht. Während die Bizepsvolleys im ersten Satz noch nicht in ihr aggressives Aufschlagspiel fanden und somit den Dingdenerinnen den Spielaufbau erleichterten, so fehlte im dritten Satz die Konzentration und es wurden viele Eigenfehler produziert. Der Block bekam MVP Katrin Kappmeyer nicht in den Griff, welche über die Diagonalposition auch die gegnerische Abwehr in Verlegenheit brachte. Im dritten Satz schwächelte die gesamte Mannschaft und es wirkte als läge die Niederlage vom vorherigen Abend noch tief im Mark. Trotzdem will sich das Team besonders an dem einen Satzgewinn erfreuen, in welchem besonders viele Aufschlagpunkte und variable Angriffe für Punktgewinne sorgten. MVP Rukie Muja schaffte es besonders über einen harten Angriff in die Diagonale direkte Punkte für die Bizepsvolleys zu sichern, aber auch andere Angreiferinnen glänzten durch ein weites Repertoire von Angriffen.

Auch an diesem Wochenende schafften es die Bonnerinnen nicht, ihr volles Können zu zeigen, und müssen sich nun mit einem sicheren Abstiegsplatz zufriedengeben. Im finalen Heimspiel freuen sie sich trotzdem auf ein letztes Spiel in der zweiten Liga und wollen mit einem guten Spiel die Saison beenden. Die Partie gegen den BBSC Berlin wird am 23.04. um 16 Uhr in der Hardtberghalle ausgetragen; die Mannschaft hofft auf viele unterstützende Fans und ein gutes Spiel auf Augenhöhe.

Jil von der Stein

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