Bizepsvolleys ziehen den Kürzeren in Stralsund. Nach langer Reise steht es 0:3.

von Maike Schramm (SSF)

Den Bizepsvolleys gelingt es nicht, bis zum Ende einen kühlen Kopf zu bewahren

Bereits am vergangenen Freitagnachmittag machten sich die Volleyballerinnen aus Bonn mit Headcoach Sven Anton und Manager Albert Klein-Reinhardt auf ihre weiteste Reise in dieser Saison. Zuerst führte es sie am Freitag nach Bremen, nach einer erholsamen Nacht startete das Team weiter in Richtung Diesterweg-Halle. Die Stralsunder Wildcats sollten die Bonnerinnen dort am Samstagabend um 17 Uhr in voller Halle empfangen. Nach einem Spaziergang am Wasser, um einen kühlen Kopf zu bekommen, wärmten sich die Rheinländerinnen motiviert auf und waren heiß auf die längst überfälligen ersten Punkte dieser Saison. Doch der Sieg sollte ihnen verwehrt sein: die Gäste verloren unglücklich in einem knappen 0:3 Krimi.

Im ersten Satz fanden Kapitänin Maasewerd und ihr Team konzentriert und ruhig in das Match. Anfangs zeichnete sich noch ein Spiel auf Augenhöhe ab: durch gezielte Aufschläge, welche die Gegner unter Druck setzten, und variable Angriffe gerieten die Gäste jedoch schnell in eine deutliche Führung. Sukzessiv bearbeiteten die Bonnerinnen mit harten und durchdachten Aktionen die Heimmannschaft, welche auch nach zwei Auszeiten weiterhin den starken Gästen unterlag. Aus vergangenen Spielen wussten die SSF Fortuna Bonn aber, dass der Satz erst zu Ende war, wenn das Schiedsgericht nach 25 Punkten abpfeift. Kleine Fehler und lange Ballwechsel brachten Hektik in der Crunch-Time auf das Feld. Kurz vor dem Ende glichen die bestärkten Stralsunder unter Zurufen der Fans aus und konnten den Satz trotz großem Rückstand für sich gewinnen (23:25).

Antons Team hatten nicht den weiten Weg bis an die Ostsee auf sich genommen haben, um dann das Spiel auf solche Weise abzugeben. So wollten die Bonnerinnen sich im zweiten Satz das genehmigen, was ihnen im ersten Satz zugestanden hätte. Diesmal zeigte sich auf beiden Seiten ein ausgeglichenes Spiel bis zum Ende. Die Wildcats punkteten durch hohen Blockaktionen oft mit Beteiligung von der späteren MVP Paula Wedekind; auf eigener Feldseite kratzte die Abwehr angeführt von Libera Lina Adams (MVP) die gegnerischen Angriffe und versuchte, auch in langen Ralleys einen klaren Kopf zu behalten. Zum Schluss zog die Heimmannschaft nach mehreren Satzpunkten den Längeren und lag nun mit einem 2:0 vorne (26:28).

Im dritten Satz setzte Trainer Sven Anton auf eine neue Startaufstellung: Außenangreiferin Rukije Muja kam für Annika Brück. Doch in diesem Satz musste das Team den Gastgebern trotzdem bis zum Ausgleich bei 16:16 hinterherjagen. Während die Stralsunder an Mut und Siegeswillen dazu gewannen, konnten die Damen der SSF Fortuna nur schwer eigene Punkte erzielen und die Menge an eigenen Fehlern nahm zu. Zuletzt versuchte Cheftrainer Sven Anton durch einen taktischen Zuspielwechsel neuen Wind aufs Feld zu bringen, musste sich dann aber doch mit 21:25 geschlagen geben.

Am Ende konnte das Team nur die Köpfe hängen lassen. Trotzdem nutzen die Heimreisenden ihre lange Fahrt nach Bonn, um neue Pläne und Taktiken für die kommenden Spiele zu schmieden. Im nächsten Auswärtsspiel sind die Rheinländerinnen beim derzeit Drittplatzierten VC Allbau Essen zu Besuch. Die bisherige Leistung des Teams um Marcel Werzinger bestätigt auch die Leistung aus der letzten Saison. Die Bizepsvolleys sind aber weiterhin heiß auf ihren ersten Sieg und treten dem Favoriten daher erhobenen Hauptes gegenüber.

Jil von der Stein

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